Villa America
Im New York der Jahrhundertwende verlieben sich die aus wirtschaftlich sehr unterschiedlichen Milieus stammenden Jugendlichen Gerald Murphy, der es mal besser als seine Eltern haben soll, und Sara Wiborg, das verwöhnte Kind aus reichem Hause. Gegen
den Willen ihrer Eltern heiraten die beiden und ziehen an die französische Riviera, wo sie eine luxuriöse Villa beziehen und alsbald Gastgeber einer illustren Gesellschaft werden. Berühmtheiten wie Picasso, Hemingway oder Scott Fitzgerald geben sich die Klinke in die Hand, wodurch der Roman die Schaulust seiner Leser bedient und dabei den Glamour entlarvt, denn Ausschweifung, erotische Abenteuer und Alkoholmissbrauch sind die Seite der Medaille, die Einsamkeit, Frust und Traurigkeit betäuben. Als Gerald eine Liaison mit einem attraktiven Piloten eingeht, verliert Sara den Boden unter den Füßen und versucht, ihre Ehe zu retten. Spannend, unterhaltsam und inspiriert von den biographischen Schriften der vorkommenden Prominenten erzählt Liza Klaussmann vom Leben, Leiden und Lieben ihrer Figuren und schafft es, dass vor den Augen der Leser großes Kino abläuft. Ein herrlicher Lesestoff für entspannte Urlaubstage! (Übers.: Michaela Grabinger)
Villa America
Liza Klaussmann
Droemer (2016)
493 S.
fest geb.