Fenster zum Tod
Rays Bruder Thomas leidet an Schizophrenie. Er lebt in seiner eigenen Welt und beschäftigt sich tagaus, tagein am Computer mit Landkarten, Straßen und Routen, die er sich ohne Probleme für immer merken kann. Irgendwann wird das Land ihn und seine
Fähigkeiten benötigen, glaubt er. Als sein Bruder fast an ihm verzweifelt, weil er nicht fähig ist, den einfachsten Alltag zu bewältigen, entdeckt Thomas eine - leider veraltete - Software, die eine Stadtbegehung ermöglicht, und meint, einen Mord hinter einem Fenster zu beobachten. Parallel zur Geschichte der beiden Brüder erzählt der Autor von den Bemühungen des Politikers Sawchuck um einen Gouverneursposten, die schließlich zu dem besagten Mord führen. - Ein feinfühlig geschriebener Roman, dem es keinen Abbruch tut, dass die Zusammenhänge beider Handlungsstränge offensichtlich sind. Sehr zu empfehlen! (Übers.: Silvia Visintini)
Susanne Elsner
rezensiert für den Borromäusverein.
Fenster zum Tod
Linwood Barclay
Knaur (2012)
589 S.
kt.