Robocalypse
Während des 'Neuen Krieges', den die Menschheit gegen Roboter und sonstige intelligente Geräte führt, entdeckt der Soldat Cormac Wallace in den Weiten Alaskas einen schwarzen Würfel. Bald stellt sich heraus, dass in ihm Texte, Video- und Tonaufnahmen
gespeichert sind, die die Entstehung und den Fortgang des Krieges dokumentieren. Wallace macht sich mit Hilfe des Würfels daran, eine Geschichte des 'Neuen Krieges' zu schreiben. Der Bericht, reicht von der ersten Attacke eines Hausroboters auf einen Menschen bis zur Niederlage von 'Archos', einem Supercomputer, der den Aufstand organisiert hat. - Wilson, der auf einen Doktortitel in Robotik verweisen kann, hat einen Roman verfasst, der mit einprägsamen Bildern den Überlebenskampf der Menschheit schildert, wobei er auf außergewöhnliche Erzählperspektiven zurückgreift. Das Ganze wird allerdings von typisch amerikanischen Heldenmythen dominiert, die vom Rambo-Soldaten bis zum mutigen Indianer-Cop reichen. Auch wenn leider zu häufig gängige Klischees bedient werden - für SF-Fans sicherlich eine spannende Lektüre.
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Robocalypse
Daniel H. Wilson
Droemer (2011)
461 S.
fest geb.