Von Viren, Fledermäusen und Menschen
In den letzten Jahren gab es eine Fülle an Erkrankungen, die durch Viren von Tieren auf den Menschen übertragen wurden, sog. Zoonosen, außer dem Corona-Virus beispielsweise das Humane Immundefizienz-Virus (HIV), das Tollwut-, Ebola-, Affenpocken-Virus
oder die Erreger der Vogel- bzw. der Schweinegrippe. Tiere sind eine Brücke für die Übertragung von Krankheiten und je größer die Schnittstelle ist, umso größer ist auch das Risiko neuer Pandemien. Doch kann dieses Risiko wesentlich verkleinert werden, wenn die Interaktionen zwischen Umwelt, Tieren und Menschen besser erforscht, die Ökosysteme geschützt und der Artenreichtum erhalten wird. Gut verständlich zeigt die promovierte Ärztin, Virologin und Professorin für neuartige und pandemische Viren, wie es zur Corona-Pandemie kommen konnte und wie es in kurzer Zeit erfolgreich gelang, Impfstoffe zu entwickeln und die Pandemie zu bekämpfen. Doch das Risiko neuer Zoonosen ist immer und überall vorhanden, weshalb auch für Menschen eine Art "Artenschutz" notwendig ist und stärker auf den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen des Menschen geachtet werden muss. Insgesamt vermittelt dieses Sachbuch eine Fülle neuer Erkenntnisse und einige Aha-Effekte. Breit empfohlen.
Michael Mücke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Von Viren, Fledermäusen und Menschen
Isabella Eckerle
Droemer (2023)
272, [16] Seiten : Illustrationen (überwiegend farbig)
fest geb.