Marco Polo
Im Gefängnis in Genua treffen sie aufeinander: Rustichello da Pisa und ein Mann, der sich Marco Polo nennt. Um der Langeweile zu entgehen, beginnt Marco Polo, seinem Zellennachbarn seine Lebensgeschichte zu erzählen, und der kann kaum glauben, was
er da hört: die Geschichte eines Jungen, der mit seinem Vater auf eine große Reise geht, die ihn bis ans Ende der Welt führen soll und die bis heute die Menschen fesselt. Oliver Plaschka, eigentlich preisgekrönter Autor phantastischer Romane, gelingt mit seinem historischen Roman ein Meisterwerk. Sowohl die Rahmenhandlung - die Gespräche der beiden Zellennachbarn im Gefängnis - als auch die Erlebnisse des Abenteurers Polo fesseln und lassen den Leser abtauchen in eine begeisternde Geschichte, von der man 900 Seiten lang kaum loskommt. Plaschka hat gut recherchiert und lässt historische Fakten, überlieferte Fiktion und seine eigene Phantasie geschickt ineinander fließen, und das macht dieses Buch zu einem unbedingten Muss für alle Bestände.
Michael Ziemons
rezensiert für den Borromäusverein.
Marco Polo
Oliver Plaschka
Droemer (2016)
857 S. : Kt.
fest geb.