Es gibt einen Gott, und ihr ist langweilig

Mit einem Paukenschlag wird eine Änderung der Weltordnung eingeführt: In einer Fernsehübertragung verkündet Jürgen Prassnik: „Es gibt einen Gott, und ihr ist langweilig.“ Sie habe die Nase voll von den Menschen, welchen es immer nur um Geld Es gibt einen Gott, und ihr ist langweilig gehe. Sie sollen lieber kreativ sein und Gott Singu unterhalten. Dafür verspricht sie allen Kreativen ein ewiges Leben. Der obdachlose Londoner Jazz-Musiker Adam erfährt davon im Café, wo ihm Bedienung Sara einen Kaffee ausgibt. Am anderen Ende der Nahrungskette schwimmt der Budapester Medien-Geschäftsmann Imre Potkulcs in seinem Pool. Seine Reaktion auf die TV- Nachricht ist Angriff: Beweisen, dass Prassnik echt ist, also ein Messias, und das Ende der Religion einläuten, ein geopolitischer Schlag! Adam, der gerade einen erfolgreichen Klavierauftritt im Jazz-Club Hiding Hole feiert, findet die Aussicht auf ein ewiges Leben als einen Albtraum. Mit Interesse verfolgt er, wie ein Geschäft nach dem anderen verbarrikadiert wird, nur die Nützlichen bleiben: Kneipe, Imbiss, Café, Barbershop. – Die witzige Gesellschaftssatire des Stand-up-Comedians Christian Schulte-Loh ist eine kapitalismuskritische Utopie, die mehr Spaß in die Welt bringen will. Sein Motto: Man muss nur das Richtige finden, um kreativ zu sein.

Karin Blank

Karin Blank

rezensiert für den Borromäusverein.

Es gibt einen Gott, und ihr ist langweilig

Es gibt einen Gott, und ihr ist langweilig

Christian Schulte-Loh
Droemer (2023)

335 Seiten
kt.

MedienNr.: 616466
ISBN 978-3-426-28412-4
9783426284124
ca. 17,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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