Für immer an meiner Seite
Die österreichische Schauspielerin Ronja Forcher, in Deutschland vor allem bekannt aus der Fernsehserie „Der Bergdoktor“, hat die Geschichte ihrer engen Freundschaft mit Sarah, die an Progerie litt (eine seltene genetisch bedingte Erkrankung,
die Kinder wie im Zeitraffer altern lässt), niedergeschrieben. Beide wuchsen zusammen auf, verbrachten eine idyllische Kindheit zusammen, die Ronja Forcher in lebhaften und gefühlvoll geschilderten Erlebnissen und Erinnerungen beschreibt. Beide sind sich der schweren Krankheit von Sarah bewusst, die aber in ihrer Freundschaft so gut wie keine Bedeutung hat. Der Tod von Sarah mit 13 Jahren ist ein Trauma für Ronja, von dem sie sich nur schwer erholt und in den folgenden Jahren mit schweren persönlichen Problemen zu kämpfen hat. Erst ihr heutiger Mann, den sie mit 20 kennenlernt, hilft ihr, wieder zu einer uneingeschränkt positiven Lebenseinstellung zu gelangen. – Ronja Forcher ist ein sehr gefühlvoller Mensch und diese Gefühle sind sehr präsent in ihren Schilderungen, die sie mit „Kindheit“, „Abschied“ und „Heilung“ betitelt. Sehr persönliche, immer wieder eingestreute Briefe an ihre verstorbene Freundin verdeutlichen und betonen noch einmal das innige und für ihr Leben so wichtige Verhältnis, das für beide dennoch unerwartet mit 13 Jahren endete. Das Buch gibt große Einblicke in das Leben Ronja Forchers, berührt durch gefühlvolle Schilderungen, lässt sich leicht lesen. Besonders für Fans der Schauspielerin gern empfohlen.
Annemarie Schreibert
rezensiert für den Borromäusverein.
Für immer an meiner Seite
Ronja Forcher
Knaur (2025)
215 Seiten
fest geb.