Die Mitternachtsreise
„‚Die Mitternachtsbibliothek‘ war eine Bibliothek zwischen Leben und Tod. Dies hier ist eine Reise durchs Leben nach dem Tod“, so der Autor. Als Wilbur Budd mit 81 Jahren stirbt, gelang er im Zwischenreich zwischen Leben und Tod in einen besonderen
Zeitreisezug, der ihn als Geist durch sein vergangenes Leben führt. Begleitet und belehrt wird er von einer alten Bekannten, der Vorbesitzerin seines ersten Buchladens. Kindheit, Jugend, erste Jahre als junger Erwachsener, seine Liebe und Ehe mit Maggie, sein beruflicher Aufstieg ziehen vorbei, ohne dass er zunächst eingreifen und etwas verändern könnte. Aber auch seine Fehlentscheidungen, seine Krisen und Niederlagen werden ihm deutlich gespiegelt. Wo war er nur so falsch abgebogen, dass Maggie ihn verließ? Warum war die Karriere/Geld mehr wert als die Familie und Freundschaften? Wie konnte sich der gutmütige, einfühlsame junge Mann so zu seinem Nachteil entwickeln? Und was zählt wirklich im Leben? Die Gier nach Geld und Anerkennung oder Zeit für seine Liebsten und echte Anteilnahme? Eine weitere Hommage an Geschichten und Literatur, die Lebensbegleitung schenken können. Vermischt mit gutgemeinten Ratschlägen und gängigen Kalendersprüchen, präsentiert die Geschichte gute Unterhaltung. Fans der Mitternachtsbibliothek (BP/mp 21/422) werden auch hier auf ihre Kosten kommen mit einer niederschwelligen philosophischen Lebensbetrachtung, die auf den Wert von Familie und Freundschaft abhebt. Gerne empfohlen.
Die Mitternachtsreise
Matt Haig ; aus dem Englischen von Sabine Hübner
Droemer (2026)
333 Seiten
fest geb.