Lose me once
Emery kehrt für die Beerdigung ihrer Großmutter aus New York in ihre Heimatstadt Harpers Ferry zurück. Jedoch wird sie ziemlich schnell mit dem Grund ihres eiligen Verlassens konfrontiert. Durch zahlreiche Rückblicke aus der Perspektive ihres Ex-Freundes
Luke wird sehr schnell klar, dass vor zwei Jahren ein Bewohner tragisch verunglückt ist. Schon im Prolog behauptet Emery jedoch, dass ihr Freund diesen Bewohner auf dem Gewissen hat, was zu ihrem Umzug führte. Während sie die Beerdigung ihrer Großmutter vorbereitet, merkt Emery, dass vielleicht mehr hinter dem besagten Ereignis steckt. Währenddessen fragt sie sich, warum Luke keine Anzeichen eines schlechten Gewissens zeigt. – Die Kombination aus Romantik und Thriller sorgt für eine spannende und ergreifende Atmosphäre. Mithilfe zahlreicher Wendungen weckt Kaspar immer wieder das Interesse der Leser:innen. Der Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, begleitet von dem Perpektivenwechsel zwischen Emery und Luke war anfangs sehr gewöhnungsbedürftig, jedoch kommt man nach einigen Kapiteln relativ gut rein. Obwohl ich die Wendungen und den Verlauf der Geschichte als ziemlich spannend empfunden habe, konnte ich oft die Handlungen der Figuren insbesondre der Protagonistin sehr schwer nachvollziehen. Nichtsdestotrotz ist es sehr lesenswert, wenn man die Content Notes am Ende beachtet. Ein unabhängig lesbarer zweiter Teil der "Harpers Ferry"-Reihe ist für den Sommer 2026 angekündigt.
Melina Pishegar
rezensiert für den Borromäusverein.
Lose me once
Christina Kaspar
Knaur (2025)
Harpers Ferry ; der erste Band
427 Seiten
kt.