Licht - Leben - Liebe
Aufhänger für dieses Buch ist die sogenannte Stalingradmadonna: Eine Zeichnung, entstanden in der Schlacht von Stalingrad, die eine Frau zeigt, die schützend ihren Mantel um ein Kind legt. Zu dieser Zeichnung von Kurt Reuber gehören auch die Worte
Licht, Leben und Liebe. In diesen Worten liegen nach Paul-Werner Scheele die existenziellen Bedürfnisse eines jeden Menschen: Der Drang nach Licht und Erkenntnis, der Wille zu leben und die Suche nach Anerkennung und Geborgenheit in der Liebe. Der christliche Glaube geht auf diese universellen Sehnsüchte ein und kann eine Anlaufstelle für die Beantwortung der letzten Fragen sein. Der ehemalige Bischof von Würzburg zeigt detailliert auf, wo der christliche Glaube und auch die katholische Kirche diese Bedürfnisse aufnehmen und bietet somit auch dem Leser einen Zugang zum Glauben. Dabei untermauert der Autor seine Thesen mit zahlreichen Belegen und Zitaten. Diese machen das Werk anschaulich und hilfreich bei der Vertiefung einzelner Aspekte, aber auch theologisch anspruchsvoll. Das Werk wagt sich an die Kernfragen des Lebens heran und kann dem Leser für die persönliche Sinnsuche hilfreich sein.
Sebastian Heuft
rezensiert für den Borromäusverein.
Licht - Leben - Liebe
Paul-Werner Scheele
Echter (2014)
251 S.
kt.