Die kleine Geschichte einer großen Liebe
Die Journalistin Susan, 54 Jahre alt, hat sich nach einigen enttäuschenden Beziehungen mit ihrem Single-Dasein abgefunden und will mit der Liebe nichts mehr zu tun haben. Ein Auftrag einer Illustrierten führt sie von Zürich nach Hamburg: sie soll
Paare interviewen, die ihre große Liebe erst mit fünfzig Jahren oder später getroffen haben. Am Abend ihrer Ankunft in Hamburg lernt sie in einem italienischen Lokal Simon kennen, 56 Jahre alt, der sich als Schriftsteller versucht, eine Scheidung hinter sich hat und endlich die große Liebe finden will. Sie beschließen, die Paare gemeinsam zu interviewen und geraten bei diesen Gesprächen darüber, was die Liebe sei und wie man die wahre Liebe erkennen könne, ins Nachdenken, fühlen sie sich doch auch voneinander angezogen - aber Susan will nicht wieder verletzt werden und "flieht" zurück nach Zürich, während Simon überzeugt ist, dass sie zusammengehören und ihr seine Liebe beweisen will, indem er zu Fuß von Hamburg nach Zürich zu ihr "pilgert". - Ein leicht und locker zu lesender Roman über die Liebe, nicht zu banal, aber auch ohne großen Tiefgang. Ab mittleren Beständen zu empfehlen.
Gudrun Eckl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die kleine Geschichte einer großen Liebe
Hubertus Meyer-Burckhardt
Lübbe (2014)
217 S. : Kt. (farb.)
fest geb.