"Die Sonne scheint immer. Für die Wolken kann ich nichts."

Der beliebte Medienmacher, Moderator und Journalist Hubertus Meyer-Burckhardt hat mit diesen Erinnerungen an seine Großmutter weniger eine Biografie denn eine Liebeserklärung an seine vor mehr als 30 Jahren verstorbene "Osi" geschrieben. Diese 1898 "Die Sonne scheint immer. Für die Wolken kann ich nichts." geborene Frau muss eine dieser Frauen gewesen sein, die man einerseits gerne im Positiven als "Original" bezeichnete, die andererseits auch zu der Generation gehörte, die es schaffte, aus dem Überleben zweier Kriege positive Energie zu schöpfen und diese auch weiterzugeben. Dabei pflegte sie neben einem ebenso "unkonventionellen" wie auch "ungehemmt ungesunden" Lebensstil auch immer herrliche Bonmots von entwaffnender Prägnanz von sich zu geben. Die Leserin versteht schnell, warum sie ihr Enkel geliebt hat und in diesem Buch "verewigen" will. Im Subtext des Buches, das mit einem wunderbaren ersten Satz beginnt, versteckt der Autor auch eine Beschreibung seiner eigenen Persönlichkeit und mancher seiner Charakterzüge. Ein berührendes Buch – unbedingte Empfehlung!

Michael Sanetra

Michael Sanetra

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

"Die Sonne scheint immer. Für die Wolken kann ich nichts."

"Die Sonne scheint immer. Für die Wolken kann ich nichts."

Hubertus Meyer-Burckhardt
Heyne (2025)

224 Seiten : Illustrationen
fest geb.

MedienNr.: 754572
ISBN 978-3-453-21888-8
9783453218888
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Bi
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