Die Tage, die bleiben

Olivia lebt mit Ehemann und kleinem Sohn in einem Vorort New Yorks. Sie hat sich angewöhnt, To-do-Listen zu schreiben. Jeweils am Vorabend ihres Geburtstags hält sie fest, was sie im kommenden Jahr ändern möchte: Ihre Karriere als Lyrikerin in Die Tage, die bleiben Angriff nehmen, mehr Zeit mit ihrem Sohn verbringen oder öfters romantische Dates mit ihrem Ehemann haben. Das reale Leben spielt sich zwischen einem ungeliebten Job, Kontakten zu anderen Vorstadtfrauen, Küchenrezepten und Alltagstätigkeiten ab. Unglücklich ist Olivia nicht, und alles könnte so weitergehen. Aber die Erkenntnis, dass das Leben endlich ist, rückt mehr und mehr ins Bewusstsein. Marian, ihre beste Freundin, schenkt ihr zum neununddreißigsten Geburtstag einen Aufenthalt in einer Wellness-Klinik. Dort wollen sie sich ihre Lebenszeit voraussagen lassen. Was als Spaß beginnt, entwickelt sich für Olivia zu einer Krise und stellt die Freundschaft zu Marian auf die Probe. Die Protagonistin erkennt: So kann es nicht weitergehen. Der Roman pendelt zwischen der Unbekümmertheit junger Jahre und der Wunsch-Vorstellung, das Leben unter Kontrolle zu haben. Aber nichts bleibt wie es ist, und am Ende gibt es eine unerwartete Wendung, einen Abschied und einen Neuanfang.

Christiane Raeder

Christiane Raeder

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Tage, die bleiben

Die Tage, die bleiben

Angela Brown ; aus dem Amerikanischen von Sonja Rebernik-Heidegger
Goldmann (2024)

376 Seiten
kt.

MedienNr.: 618102
ISBN 978-3-442-20672-8
9783442206728
ca. 17,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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