Das Herz von Auschwitz
Genie wächst in Krakau auf, ihre Familie ist liebevoll und wohlhabend. Gerne wird im großen Haus gemeinsam gefeiert. Genie selbst träumt davon, Pianistin zu werden. Doch dann fallen die Deutschen in Krakau ein. Genies Bernstein-Flügel wird konfisziert,
die Familie muss fort. Im Ghetto begegnet Genie Feliks, der ebenfalls die Musik liebt. Doch dann werden beide getrennt, Genie kommt nach Auschwitz, Feliks nach Dachau. – Autorin Darcy Lee entdeckte Briefe und Fotos ihrer Großeltern Genie und Feliks, die von der großen Liebe der beiden in dieser Schreckenszeit zeugen. Es war ihr wichtig, ihre Geschichte aufzuschreiben – natürlich teilweise fiktiv, dafür erschütternd und berührend. Durch die einfache Sprache ist das Buch leicht zu lesen, der Fokus liegt auf der Liebe, trotzdem ist das, was an Grauen geschildert wird, manchmal schwer auszuhalten. Gut, dass solche Geschichten nicht vergessen werden.
Tina Schröder
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Herz von Auschwitz
Darcy Lee ; aus dem amerikanischen Englisch von Elsbeth Ranke
Goldmann (2025)
315 Seiten : Illustrationen (teilweise farbig)
kt.