Das Ende des großen Fressens
Die Neigung zur Völlerei macht vor Staatsgrenzen nicht halt. Ging die epidemische Ausbreitung der Fettsucht gegen Ende des 20. Jahrhunderts von Amerika aus, so sind doch mittlerweile viele europäische Länder in den Sog dieser Entwicklung geraten.
Allerdings scheint sich das Problem nicht ganz eins zu eins übertragen zu lassen, schließlich trieft bei uns das Fastfood nicht so vor Fett wie in den USA und es gibt nach wie vor klarere Regeln wo und wann gegessen wird. Noch immer scheint die US-amerikanische Ernährungsweise vielen Europäern befremdlich. Aber die Nahrungsmittelkonzerne machen nur Profit, wenn sie verkaufen und so werden alle Register gezogen, Nahrungsmittel unwiderstehlich zu machen - und sei es durch zu viel Fett, Zucker und Salz. David Kessler, ausgebildeter Mediziner und Jurist und ehemaliger Leiter der US-amerikanischen Gesundheitsbehörde stellt hier neben schockierenden Enthüllungen über die skrupellosen Machenschaften der Lebensmittelkonzerne eine Methode vor, wie man ihnen ein Schnippchen schlagen und die Kontrolle über sein Gehirn zurückerlangen kann. Für alle Bestände geeignet.
Jutta Weber
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Ende des großen Fressens
David A. Kessler
Mosaik bei Goldmann (2011)
351 S.
fest geb.