Hallo Trauer, ich bin gleich wieder bei dir
Alessandra Olanov erlebt den plötzlichen Tod ihrer Mutter mit der ebenso schmerzlichen wie überraschenden Erkenntnis: Das Leben um sie herum geht weiter, während das ihre gerade zusammenbricht. Sie braucht nur wenige Worte, Zeichnungen und Aquarelle,
um ihren Gefühlen Ausdruck zu geben. Am Anfang scheint es, als bräche ihr Herz. Sie erzählt von illusionären Vorstellungen, dass alles hätte auch anders kommen können, spricht von Rückzug und von der Herausforderung, das Geschehene zu akzeptieren. Es geht darum, Schritt für Schritt weiterzumachen. Alessandra Olanows Anliegen ist es, anderen Trauernden Mut zu machen, wenn sie zum Beispiel sagt: "Trauer ist normal. Sie ist allgegenwärtig und notwendig. Pass gut auf dich auf und nimm dir Zeit." Der Klappentext verspricht: Dieses Buch ist eine Umarmung für alle, die nach dem Verlust eines geliebten Menschen Trost suchen. Genau das kann das Buch bieten, ohne Trauernde durch lange Texte zu überfordern. Es hilft das zu verstehen, was ein Trauer-Prozess mit sich bringen kann, macht aber auch Mut, dass es nicht so bleiben wird, sondern sich zum Guten weiterentwickeln kann.
Christiane Raeder
rezensiert für den Borromäusverein.
Hallo Trauer, ich bin gleich wieder bei dir
Alessandra Olanow ; aus dem Englischen von Nadine Lipp
mosaik (2024)
[unpaginiert] : farbig
fest geb.