999 - der letzte Wächter
Florenz und Rom im Zeitalter der Ketzerverfolgung und Giftmorde. Der Philosoph und Theologe Mirandola schreibt ein Buch zur Natur Gottes, das in seinen Zusatzthesen die Basis des christlichen Glaubens unterhöhlt zu Gunsten eines gemeinsamen Ansatzes
der drei monotheistischen Religionen. Der vom Borgia-Kardinal beeinflusste Papst Innozenz bezichtigt den Verfasser der Ketzerei und lässt ihn verfolgen; das Buch überlebt in einem Versteck, beschützt durch einen Geheimbund, und wird zum Objekt der Begierde des Naziregimes sowie Grund für Gewalt und Mord im 20. Jh. - Ein typischer historischer Kirchenthriller, der die Zerrissenheit der Kirche in drastischen Farben malt. Der Abschluss sowie der Transfer in die zweite Zeitebene ist nicht ganz schlüssig und entbehrt manchmal der Konsequenz. Nur bedingt zu empfehlen. (Übers.: Beate Kühn)
Susanne Körber
rezensiert für den Borromäusverein.
999 - der letzte Wächter
Carlo A. Martigli
Goldmann (2011)
Goldmann ; 47630
471 S.
kt.