Ich lass dich nicht los
Nur für einen Moment hatte Carrie am Strand von Norfolk die Augen geschlossen. Danach war alles anders: ihr 5-jähriger Sohn Charlie war verschwunden. Drei Jahre später begegnet sie Molly, die nach der Trennung von ihrem gewalttätigen Mann ihren
Sohn Max alleine erzieht. Es stellt sich heraus, dass Max mit seiner Mutter an dem Unglückstag ebenfalls am Strand war. Der Roman entwickelt sich in zwei Erzählsträngen: aus der Sicht von Carrie wird das Verschwinden ihres Sohnes mit allen Folgen geschildert; Molly erzählt dagegen die aktuelle Entwicklung nach dem Zusammentreffen der beiden. Bei all dem spielt der gleichaltrige Max eine wichtige Rolle. - Ein Roman, der ausführlich seelische und gesellschaftliche Konsequenzen von Verlust, Gewalt und Trennung thematisiert. Geeignet. (Übers.: Karin Diemerling)
Susanne Körber
rezensiert für den Borromäusverein.
Ich lass dich nicht los
Madeleine Reiss
Goldmann (2015)
Goldmann Taschenbuch ; 48098
349 S.
kt.