Die Leuchtturmwärterin
Trudy, Tochter aus "gutem Hause", verlässt 1898 Hals über Kopf ihren Verlobten, um ihren Cousin Oscar zu heiraten. Auf einer kleinen Insel vor der Küste Kaliforniens unterstützen sie den Leuchtturmwärter und seine Frau. Während Trudy trotz der
schwierigen äußeren Bedingungen langsam mit der Insel und vor allem mit Euphemia, der Frau des Wärters, vertraut wird, entfremdet sie sich gleichzeitig von ihrem Mann. Durch die Kinder der Leuchtturmwärterfamilie entdeckt sie in einer Höhle eine Indianerin, die von ihrem Mann, krankhaft wie er alle Dinge angeht, als "Forschungsprojekt" behandelt wird. Da auch Euphemias Bruder in diesem Geflecht eine dunkle Rolle spielt, spitzt sich die Geschichte dramatisch zu. - Ein interessanter historischer Roman - der im Verlauf zunehmend spannender wird - über die Stellung von Forschung und Wissenschaft wie über Geschlechterrollen und Beziehungsthemen. Allen großen Beständen empfohlen. (Übers.: Almuth Carstens)
Susanne Körber
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Leuchtturmwärterin
Christina Schwarz
btb (2016)
btb ; 71316
319 S.
kt.