Post für Mrs. Bromley
Als 1914 der Krieg ausbricht, unternimmt Martin Bromley alles, um an die Front zu gelangen, während sein Freund John dem Druck standhält. Erst als Johns Vater Selbstmord begeht, da er es als Postbote nicht mehr erträgt, Todesnachrichten zu überbringen,
bricht Johns Widerstand zusammen. Im Nachlass seines Vaters hat er offizielle Todesmeldungen entdeckt, die dieser nicht weitergeleitet hat. Darunter die Nachricht über den angeblichen 'Heldentod' Martins. John meldet sich nun ebenfalls an die Front. Dort erfährt er, dass sein Freund wegen Fahnenflucht von den eigenen Kameraden erschossen wurde. Doch auch John greift schließlich, als er die Todesnachricht überbringt, zu denselben Phrasen, die er so verachtet, um Mrs. Bromleys Schmerz zu lindern. - Ein konventionell erzählter Roman, der die Schrecken dieses Krieges ebenso aufzeigt wie er die Lügen entlarvt, mit denen die grausame Wirklichkeit garniert wurde. Die lebensnah gezeichneten Charaktere fügen sich nahtlos in das realistisch gezeichnete Bild einer Epoche, die nahezu blind in die Katastrophe marschierte. (Übers.: Marlene Müller-Haas)
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Post für Mrs. Bromley
Stefan Brijs
btb (2014)
557 S.
fest geb.