Der Tag, an dem die Hummer wiederkamen

Am Strand des kleinen schwedischen Fischerortes Schattenseite wird im Jahr 1960 ein junger Mann mit magischen Fähigkeiten namens Georg von Nichts aufgefunden. Er wird mit offenen Armen in die bunte Dorfgemeinschaft aufgenommen. Das schattige, gottvergessene Der Tag, an dem die Hummer wiederkamen Dorf blickt auf eine ruhmreiche Vergangenheit zurück, als der Hummerfang den Bewohnern Wohlstand brachte. Nur alle fünf Jahre in der Mittsommernacht trifft ein Sonnenstrahl den Dorfkern, was mit einem rauschenden Volksfest gefeiert wird. Dreh- und Angelpunkt des gesellschaftlichen Lebens ist das Restaurant zweier unverheirateter Schwestern. Zu ihrem engsten Freundeskreis zählen unter anderem der Antiquar Malte, die Tangsammlerin Märta, der selbsternannte „Kreisverkehrsdirigent“ Columbus und der Inhaber der „Phallologischen Galerie“, Gustav Zylinder. Georg ist ein einfühlsamer Zuhörer und entlockt jedem der Freunde sein innerstes Geheimnis. – Mit diesem sommerlichen Roman zeigt das Ehepaar Börjlind, Autoren der Rönning & Stilton-Krimis (zul. „Das Auge der Nacht“, BP/mp 24/704), dass sie auch die Sparte leichte Literatur beherrschen. Ihr Hintergrund als Drehbuchautoren, nicht nur von der Kommissar-Beck-Reihe, sondern auch von Filmkomödien, ist bei der liebevollen Ausarbeitung der verschrobenen Protagonisten (einschließlich der Heringsmöwe John, die das Dorfleben immer im Blick hat) und anschaulichen Schauplätzen des Romans unverkennbar. Das Buch liest sich wie im Flug.

Maria Holgersson

Maria Holgersson

rezensiert für den Borromäusverein.

Der Tag, an dem die Hummer wiederkamen

Der Tag, an dem die Hummer wiederkamen

Cilla & Rolf Börjlind ; aus dem Schwedischen von Julia Gschwilm
btb (2024)

441 Seiten : Karte
fest geb.

MedienNr.: 621150
ISBN 978-3-442-76237-8
9783442762378
ca. 23,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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