Das Auge der Nacht

Olivia, Tom, Mette, Abbas, Marten, Luna, alle arbeiten mit Hochdruck daran, die Drahtzieher eines Menschenhändlerrings zu entlarven und dingfest zu machen, denn dieser benutzt ukrainische Migrantinnen für seine schmutzigen Geschäfte. Dann wäre Das Auge der Nacht da noch der russische Oligarch, der sich mit seiner Luxusjacht nach Südfrankreich abgesetzt hat und dort für eine ausgewählte Klientel exklusive Veranstaltungen anbietet. Und nebenbei arbeiten Mette und Tom mit den Silberwölfen, einer Gruppe von Polizisten im Ruhestand, am Fall des vom Hochhaus gestürzten Toten. Wer war er? Hat er sich das Leben genommen oder wurde er gestoßen? Dann bekommt Abbas überraschenden Besuch von seiner Mutter, die vor Jahrzehnten Mann und Kinder ohne ein Wort verlassen hat. Warum taucht sie gerade jetzt auf? Über Tom hängt derweil das Damoklesschwert der ermordeten Organhändlerin aus dem "Samariter-Band" (BP/mp 22/969), denn mittlerweile wurden DNA-Spuren gefunden. Kann man ihn der Tat überführen? Und was ist mit dem „Auge der Nacht“, diesem sagenumwobenen Fabergé-Ei, das plötzlich verschwunden ist? – Viele Schauplätze und viele Figuren lassen die Geschichte – besonders zu Beginn – etwas zäh erscheinen. Daher dauert es einige Kapitel, bis alle vorgestellt wurden und alles erklärt ist und der Roman an Fahrt aufnehmen kann. Vielleicht wäre hier etwas weniger mehr gewesen - auch wenn es dem Autorenduo irgendwie doch noch gelingt, alle Stränge zusammenzuführen. Nach etwas Stottern am Anfang ein spannender Krimi.

Jutta Weber

Jutta Weber

rezensiert für den Borromäusverein.

Das Auge der Nacht

Das Auge der Nacht

Cilla & Rolf Börjlind ; aus dem Schwedischen von Susanne Dahmann und [einer weiteren]
btb (2024)

412 Seiten
kt.

MedienNr.: 618169
ISBN 978-3-442-76238-5
9783442762385
ca. 18,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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