Matti und der Großvater
Die ganze Familie ist an Großvaters Bett versammelt, der bleich und schwach im Sterben liegt. Offensichtlich nur Matti hört, was er sagt, und sie machen sich - wie so viele Male zuvor - auf zu einem kleinen Ausflug. Sie wandern am Fluss entlang,
besteigen einen Turm, schlendern über einen Markt, beobachten ein Pferd usw. Die Gespräche unterwegs drehen sich ums Wünschen und Warten, ums Weggehen und Dableiben. Als am Ende der Vater um Worte ringend erklären will, dass der Großvater in der Erinnerung immer lebendig bleiben wird, kann Matti nur lächeln. Das weiß er doch schon längst! - Die halb- und ganzseitigen Bilder von Quint Buchholz zeigen lichtdurchflutete Landschaften, einen melancholischen alten Mann und eine zärtliche Beziehung zwischen Großvater und Enkel. Zusammen mit dem poetischen Text lassen sie die Geschichte lebendig werden. Der symbolische Ausflug wird zu einer Lehrstunde und einem Vermächtnis für das Kind. Das erstmals 1994 auf Deutsch veröffentlichte (und 1995 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nominierte) Buch hat nichts von seinem Zauber verloren. - Ab mittleren Beständen ein wunderbares Angebot. (Übers.: Maria Fehringer)
Matti und der Großvater
Roberto Piumini. Mit Bildern von Quint Buchholz
Hanser (2011)
86 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 8