Die Höhle
Sie gehörten während der kommunistischen Diktatur in Rumänien zu einem Zirkel oppositioneller Intellektueller und treffen sich nun in den USA wieder. Augustin Gora, der mittlerweile Professor geworden ist, und Peter Gaspar, der sich zunächst schwer
tut, eine Existenz aufzubauen, dann aber ebenfalls als Dozent unterkommt. Eigentlich wollten sie die Vergangenheit hinter sich lassen, aber die Probleme hohlen sie ein. Einer ihrer Bekannten, Mihnea Palade, wird ermordet, und Gaspar erhält nach einer umstrittenen Rezension ebenfalls Morddrohungen. - Norman Manea, der selbst aus Rumänien nach Amerika ausgewandert ist, nutzt die Geschichte und die Konstellation seiner Figuren, um den Zusammenprall zweier Kulturen zu skizzieren, und um die Probleme von Immigranten - die Suche nach einer neuen Heimat und das Gefühl der Entwurzelung - zu beschreiben. Ein vielschichtig aufgebautes Buch, voller mythologischer und kulturphilosophischer Anspielungen. Für ausgebaute Bestände. (Übers.: Georg Aescht)
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Die Höhle
Norman Manea
Hanser (2012)
365 S.
fest geb.