Anton und die Spielverderber
Greta, Nina und Lukas sind mit Harke, Spaten und Hacke schwer beschäftigt. Anton würde bei dieser Arbeit nur allzu gerne mitmachen. Weil er kein eigenes Werkzeug hat, lassen ihn die anderen links liegen, obwohl er sogar von seinem mitgebrachten Saft
und den Keksen abgeben würde. Anton ist sauer und droht, wegzugehen und nie wiederzukommen. Als auch das nicht hilft, legt er sich auf den Boden und tut so, als sei er tot. Das haben die anderen nun davon. Es dauert allerdings gar nicht lange, bis zwischen den übrigen dreien heftiger Streit entbrennt. Am Schluss sind sie alle beleidigt, machen es Anton nach und stellen sich ebenfalls tot. Weder der einsetzende Regen noch ein spielfreudiger Hund können sie bei dieser Aktion stören, die immer weniger wie Streit und immer mehr wie ein neues Spiel aussieht. Als dann allerdings ganze Heerscharen von Ameisen auftauchen, ist es mit dem Stillhalten schnell vorbei... - Ole Könnecke weiß genau, wie kleine Kinder ticken. Mit sicherem Strich und klaren Farben bringt er den so typisch verlaufenden kindlichen Streit aufs Papier und verschafft kleinen Betrachtern einen realitätsnahen und zugleich sehr fröhlichen Blick auf einen Alltag, wie sie ihn aus eigenem Erleben kennen werden. Streiten und Wiederversöhnen, das gehört zu einer richtigen Freundschaft dazu. Der sympathische kleine Anton und seine drei Freunde sind als kindliche Identifikationsfiguren für diese Erkenntnis bestens geeignet. Sehr zu empfehlen.
Angelika Rockenbach
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Anton und die Spielverderber
Ole Könnecke
Hanser (2012)
[16] Bl. : überw. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 3