Wie das Blatt sich wendet
Aus der Bitte seines indischen Verlegers, einen Essay zum Thema "Die großen Veränderungen des chinesischen Kommunismus in den letzten dreißig Jahren" zu schreiben, entstand das vorliegende schmale Bändchen, das sich wie eine Autobiografie im Zeitraffer
liest. Dem Literaturnobelpreisträger gelingt es, mit prägenden Ereignissen aus dem eigenen Leben die Entwicklung der letzten 30 Jahre in China zu charakterisieren. Die entscheidenden Prozesse erschließen sich dem Leser ohne umständliche Erklärungen - alleine Sprache und Treffsicherheit in der Auswahl der Episoden verdeutlichen die Auseinandersetzungen und Themen in Staat und Gesellschaft. In seinem Klassenkameraden He Zhiwu zeigen sich mögliche Reaktionen und Konsequenzen aus den veränderten Bedingungen. - Allen Beständen sehr empfohlen! (Übers.: Martina Hasse)
Susanne Körber
rezensiert für den Borromäusverein.
Wie das Blatt sich wendet
Mo Yan
Hanser (2014)
109 S.
fest geb.