33 ist meine Glückszahl (oder auch nicht)
Die 14-jährige Ich-Erzählerin Beatrice hat es nicht leicht mit ihrer familiären Situation: Geld hat ihre alleinerziehende Mutter genügend, nur das Problem mit dem Alkohol bekommt sie, trotz widerkehrenden Beteuerungen, nicht in den Griff. Immer
wieder muss Bea alleine klar kommen, denn ihre Mutter ist eine unzuverlässige Person. Und so kommt es, dass sie die Sommerferien in einem abgelegenen Ferienhaus mit ihrer eigenwilligen Großmutter verbringen soll, während ihre Mutter zur Entziehungskur ist. Damit die Ferien einigermaßen selbstbestimmt gelingen können, will Bea ihrer Großmutter einen neuen Mann "organisieren", der sie beschäftigt und Bea mehr Freiraum verschafft. Gemeinsamen mit dem etwas tollpatschigen Nachbarsjungen Toffie suchen sie geeignete Kandidaten aus und arrangieren Verabredungen. Wie zu erwarten, läuft leider nicht alles nach Plan. - Ein einfühlsames Buch, in dem erst nach und nach die wahren Probleme der Protagonistin deutlich werden. Der unaufgeregte bis lakonische Erzählstil der südafrikanischen Autorin liest sich erfrischend nüchtern beim Thema Alkoholismus und Magersucht. Und am Ende wird doch einiges gut für Bea und sie findet in Toffie einen verlässlichen Freund. Anschaffenswert! (Übers.: Andrea O'Brien)
Karin Steinfeld-Bartelt
rezensiert für den Borromäusverein.
33 ist meine Glückszahl (oder auch nicht)
Edyth Bulbring
Hanser (2015)
156 S.
kt.