Super Matze

Matze und seine Freunde Bruno und Laura spionieren für ihr Leben gern (s.: "Super-Bruno", BP/mp 16/767). Die drei norwegischen Kinder haben sogar Superman-Anzüge. Beim Beobachten neuer Bewohner einer Bäckerei lernt Matze ein Mädchen kennen, das Super Matze sich Sandy nennt und eine weltberühmte Mutter haben will, aber Merete heißt und ganz bürgerlich lebt. Sie vermiest den dreien das Spionagespiel. Doch glücklicherweise hat der Bürgermeister mit einem Zuchthuhn einen Preis gewonnen. Matze beschließt, es zu klauen, um dann als Finder in die Zeitung zu kommen, also auch berühmt zu werden. Er holt nachts das Huhn und sperrt es in den Schuppen seiner Oma. Doch er wird krank und ein ihm bekannter Ladenbesitzer befreit das Tier, behält es aber für sich. Matze und Bruno wollen es von dort holen, wobei sie aber fast ertappt werden. Matze bringt das Huhn zurück, doch auf das Foto für die Zeitung kommen viele andere Kinder und das flatternde Huhn verdeckt just Matze. - Die Geschichte ist nur aus der Perspektive von jugendlichen Hobby-Spionen stimmig. Erwachsenen ist unverständlich, weshalb das Huhn beim Ladenbesitzer verblieb. Dafür beschreibt der Autor sehr nachvollziehbar, wie die Welt aus der Sicht der Kinder funktioniert. Die grafische Gestaltung des Buches mit sehr vielen feinteiligen Zeichnungen spricht eher den erwachsenen Kunstfan an denn Kinder in dieser so fantasievollen Lebensepoche.

Pauline Lindner

Pauline Lindner

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Super Matze

Super Matze

Hakon Ovreas. Mit Ill. von Oyvind Torseter
Hanser (2017)

190 S. : zahlr. Ill. (überw. farb.)
fest geb.

MedienNr.: 848600
ISBN 978-3-446-25485-5
9783446254855
ca. 12,00 € Preis ohne Gewähr

Borromäus-Altersempfehlung: ab 9
Systematik: K
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