No way home

Terry ist ein 31-jähriger Assistenzarzt im dritten Jahr und steht kurz vor dem letzten Examen. Während der Arbeit in einer Klinik in Los Angeles erreicht ihn ein Anruf aus Nevada mit der Nachricht, dass seine Mutter tot zuhause aufgefunden wurde. No way home Der junge Mann macht sich auf den langen Weg in die Wüste nach Boulder City, um sich um die Beerdigung zu kümmern. Gleich am ersten Abend spricht ihn in einem Lokal eine junge Frau an, Bethany, die ihn in eine Liebesaffäre hineinzieht und die sich vor seinem nächsten Besuch in Boulder City als seine Verlobte ausgibt und ungefragt mit ihren Habseligkeiten ins Haus seiner Mutter einzieht. Zuvor hat sie in einem Container gelebt, nachdem ihr Freund Jesse sie aus der Wohnung geworfen hatte. Terry weiß sich nicht zu wehren, lässt Bethany mit seiner naiven Art alles durchgehen, weil er sich verliebt hat. Bald wird ihm klar, dass Jesse aus Eifersucht zu allem fähig ist und Bethany zurückhaben will. Es geschehen Dinge, die aus dem harmlosen Arzt eine aggressive Seite hervorlocken. Wie durch einen Sog werden die Leser:innen in die Story hineingezogen und die verschiedenen Perspektiven der Protagonisten machen deutlich, dass keiner von ihnen vollkommen, sondern jeder auf seine Weise zutiefst menschlich ist. – Ein Glanzstück für alle Büchereien.

Gabriele Berberich

Gabriele Berberich

rezensiert für den Borromäusverein.

No way home

No way home

T. Coraghessan Boyle ; aus dem Englischen von Dirk van Gunsteren
Hanser (2025)

381 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 623215
ISBN 978-3-446-28423-4
9783446284234
ca. 28,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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