Tuberkulose

Tuberkulose gibt es seit Menschengedenken. Die Krankheit, an der jährlich weltweit 1,5 Millionen Menschen sterben, ist die häufigste Todesursache der Welt. Das Ungeheuerliche: Tuberkulose ist heilbar. Aber die dafür nötigen Medikamente stehen nur Tuberkulose einem Bruchteil der Weltbevölkerung zur Verfügung. Das Interesse Greens an der Erkrankung entsteht, als er in Sierra Leone den jungen Tuberkulosepatienten Henry trifft. Der Beststellerautor nimmt die Lesenden mit auf eine Zeitreise in die Geschichte der Erkrankung, die immer wieder andere Namen hatte und deren Ansehen immer wechselte: Mal galt sie als Stigma und Zeichen von Armut, mal wurde sie, wie in der Romantik, verherrlicht. Als im 19. Jh. die Krankheitsursache erforscht wurde und Medikationen und Behandlungstechniken wie das Röntgen entwickelt wurden, war die Tuberkulose in wohlhabenden Ländern bald heilbar und geriet aus dem Fokus der dortigen Öffentlichkeit. Doch immer noch sterben jährlich 1,5 Millionen Menschen daran. Henry hatte Glück: Dank der unermüdlichen Hilfe seiner Mutter und eines sehr engagierten Arztes konnte er nach Jahren des Leidens geheilt werden. – Ein Sachbuch, das sich wie ein Roman liest und den Finger tief in die Wunden der Ungerechtigkeiten in der Welt legt. Ab mittleren Beständen sehr empfehlenswert.

Dorothee Rensen

Dorothee Rensen

rezensiert für den Borromäusverein.

Tuberkulose

Tuberkulose

John Green ; aus dem Englischen von Sophie Zeitz
Hanser (2025)

211 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 622324
ISBN 978-3-446-28443-2
9783446284432
ca. 24,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Na
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