Sterben ungeschminkt

Die Journalistin Lea Reinhard (34) wird von ihrem Vater, dem Journalisten Michael Reinhard (65), zu einem Gespräch mit dem Theologen, Sozialpädagogen und Psychologen Prof. Dr. Ernst Engelke eingeladen. Engelke engagiert sich seit Langem in der Hospiz- Sterben ungeschminkt und Palliativbewegung und in der Begleitung Sterbenskranker. Die Gespräche wurden als Podcast veröffentlicht, überarbeitet, erweitert und als Buch herausgegeben. Es geht ums Sterben. Darüber spricht niemand gerne, bis er/sie persönlich damit konfrontiert ist. Die Beteiligten thematisieren die Veränderungen, die sich durch eine Diagnose für die Sterbenskranken und deren Angehörige ergeben, und wie schwierig es oft ist, Worte dafür zu finden. Das ist selbst für Ärzte und Pflegekräfte keine leichte Aufgabe. Im Gespräch geht es um Möglichkeiten und Chancen, aber auch um Fehler, die man dabei machen kann und viele andere Fragen. Themen wie die prekäre Situation der Pflege und des assistierten Suizids werden nicht ausgespart. Podcast-Veröffentlichungen haben ihre Grenzen. Aber dieses Buch kann ein vorsichtiges Annähern bieten. Hilfreich sind die jeweils zusammengefassten Aspekte am Ende jedes Kapitels. Zum Weiterlesen gibt es eine Literaturliste. Ab mittleren Beständen empfohlen.

Christiane Raeder

Christiane Raeder

rezensiert für den Borromäusverein.

Sterben ungeschminkt

Sterben ungeschminkt

Ernst Engelke / Lea Reinhard / Michael Reinhard
Herder (2025)

175 Seiten
fest geb.

MedienNr.: 622085
ISBN 978-3-451-02428-3
9783451024283
ca. 22,00 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Fa
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