Mayer Amschel Rothschild

"Mögen auch späterhin unsere Kinder und Nachkommen, ... wie wir, der geheiligten Vorschrift des edlen Stammvaters eingedenk, der Nachwelt das fromme Bild vereinter Liebe und Tätigkeit darbieten". Mit diesem Vermächtnis, 24 Jahre nach dem Tod ihres Mayer Amschel Rothschild Vaters Mayer Amschel Rothschild (1743/44 - 1812) ausgesprochen, verpflichten sich die Söhne, inzwischen zu den einflussreichsten Bankiers Europas aufgestiegen, das Werk ihres Vaters fortzuführen. Dem faszinierenden Lebensweg dieses Mannes, dem märchenhaften Aufstieg der im jüdischen Ghetto zu Frankfurt beheimateten Familie spürt Fritz Backhaus nach und entwirft zugleich ein anschauliches Zeitkolorit, insbesondere von der rechtlichen und sozialen Lage der Juden in Deutschland. Kenntnisreich schildert er, wie es Rothschild gelang, durch Fleiß, Geschäftssinn, Offenheit für Neues, Beziehungen zu Fürstenhäusern sowie Risikobereitschaft in politischen und kriegerischen Auseinandersetzungen ein weltumspannendes Finanzimperium aufzubauen. Backhaus zeigt Rothschild als Persönlichkeit, in der sich traditionelles jüdisches Leben und das Verantwortungsbewusstsein eines aufgeklärten Bürgers vereinen. - Eine interessante Lektüre, ab mittleren Beständen zu empfehlen!

Inge Hagen

Inge Hagen

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Mayer Amschel Rothschild

Mayer Amschel Rothschild

Fritz Backhaus
Herder (2012)

173 S. : Ill.
fest geb.

MedienNr.: 571690
ISBN 978-3-451-06232-2
9783451062322
ca. 12,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: So
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