Martin Luther King
Als Martin Luther King seinen Kampf gegen die Rassentrennung in Amerika begann, war die Lage der Afroamerikaner wegen der damals geltenden Rassengesetze für heutige Begriffe kaum vorstellbar. Sie hatten wesentlich weniger Rechte als die weißen Amerikaner
und waren vielfachen Schikanen und brutalen Angriffen ausgesetzt. Beginnend mit einem Busboykott 1955, der sich gegen die Benachteiligung von schwarzen gegenüber weißen Amerikanern bei der Sitzplatzvergabe in Bussen richtete, breitete sich die Bürgerrechtsbewegung unter der Führung des baptistischen Pfarrers King rasch auf mehrere Städte Amerikas aus. Dabei ging es King bei seinen Aktionen immer um Gerechtigkeit, die er, im Gegensatz zu einigen anderen Gruppen, gewaltlos erreichen wollte. Bis zu seiner Ermordung 1968 kämpfte er für seine Ziele und gegen die immer wieder auftretenden Rückschläge. Ausgehend von einem Gefängnisaufenthalt Kings im Jahr 1963 zeichnet der Autor ein lebendiges Bild dieses Mannes und seiner Zeit und schildert in Rückblicken auch seine Kindheit und Jugend. - Für alle Bestände empfohlen.
Julia Massenkeil-Kühn
rezensiert für den Borromäusverein.
Martin Luther King
Albert Scharenberg
Herder (2011)
223 S. : Ill.
fest geb.