Verlorenes Vertrauen

Der großen Öffentlichkeit bekannt wurde der Autor vor etwa drei Jahren, als er als Rektor des Canisiuskollegs als erster das Thema des sexuellen Missbrauchs Schutzbefohlener durch Priester und Ordensangehörige publik machte. Dieses Buch geht jedoch Verlorenes Vertrauen weit über die damaligen Ereignisse hinaus und weist voraus in eine Kirche der Zukunft - wie sie denn sein sollte, wie sie sein muss. Diese Perspektiven werden zunächst in klarer Bestandsaufnahme analysiert und aus dieser heraus entwickelt: Es ist vor allem eine Absage an das Gefüge der Machtstrukturen, welches der Autor für das System des Vertuschens und letztlich für die Vertrauenskrise über den Missbrauchsskandal hinaus verantwortlich macht. Das abschließende dritte Kapitel weckt Zuversicht und Hoffnung auf Veränderung und erneuten Vertrauensgewinn - nicht nur, aber auch durch den neuen Papst. In meist gut verständlicher, aber gehaltvoller Sprache gehalten erschließt das Buch Lesern, die an den Hintergründen und Konsequenzen aus den Verfehlungen der Skandale interessiert sind, aufschlussreiche Zugänge und ermutigende Schritte in eine mögliche Zukunft der Kirche. Sehr empfehlenswert!

Susanne Elsner

Susanne Elsner

rezensiert für den Sankt Michaelsbund.

Verlorenes Vertrauen

Verlorenes Vertrauen

Klaus Mertes
Herder (2013)

223 S.
fest geb.

MedienNr.: 387126
ISBN 978-3-451-34172-4
9783451341724
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: Re
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