Darum lässt Gott Leid zu
Seinen Impuls, die Frage nach dem Leid in der Welt endlich neu zu beantworten, teilt der evangelische Theologe und Journalist in zwei Teile. Der erste legt das Gleichnis der anvertrauten Talente aus dem Matthäusevangelium für Menschen aus, die wenig
mit Gott und der Kirche zu tun haben und auch ihre Sprache nicht sprechen. Der zweite Teil nimmt eher die in den Blick, denen Religion und biblische Gedankengänge vertraut sind. Die Grundfrage des ganzen Buches, das wie eine – geordnete – Versprachlichung eines langen Gedankens wirkt, ist die nach der immer wiederkehrenden vorwurfsvollen Klage, wie Gott denn das ganze Leid in der Welt zulassen kann. Der Theologe steht auf dem Standpunkt: Gott hat mit dem Leid der Welt nichts zu tun und die Erlösung der Menschen folgt einem anderen Weg. – Allen empfohlen, die über ihren bisherigen Horizont hinausdenken wollen.
Susanne Körber
rezensiert für den Borromäusverein.
Darum lässt Gott Leid zu
Heiko Bräuning
Herder (2025)
175 Seiten
fest geb.