Der neue Gott
Die Theologin (s.a. "Auferstanden, oder?", BP/mp 24/199) befasst sich mit interessanten Fragen. In allen Epochen haben Menschen Gottesbilder entworfen, um über den Alltag hinausgehende Vorstellungen, Wünsche und Fragen zu entdecken und aufzugreifen.
Oder wie sie schreibt: „Die Geschichte des Menschen ist daher auch eine Geschichte seiner Spiritualität, … seiner Sehnsucht nach dem Göttlichen“ (S. 7). Heute sind wir mit KI konfrontiert und es gibt dazu auch wieder Wünsche und Hoffnungen. Zunächst wird nach dem „Neuen Gott“ gefragt, ehe im Hauptteil immer im Wechsel von göttlichen Eigenschaften (Einziger, Allmächtiger, Allwissender bis Fürsorglicher) die Erwartungen an die KI in Zusammenhang formuliert sind. Am Ende steht die Frage, ob mit der KI ein neuer Gott, ein neues Gottesbild erschaffen wurde. Hier werden Fragen und Themen erörtert, die über das Übliche zum Thema weit hinausgehen. Ein zu Diskussionen anregendes Sachbuch für vorgebildete Leser:innen in ausgebauten Büchereien.
Michael Müller
rezensiert für den Borromäusverein.
Der neue Gott
Claudia Paganini
Herder (2025)
191 Seiten
fest geb.