Im Kreis der 12
Der Autor dieses Buches über die Bibel, vor allem das Neue Testament, ist Pfarrer, Liedermacher und Musiker. Hier erzählt er einige Begebenheiten aus der Bibel aus der Sicht Jesu nach, insbesondere aus dem Kreis der 12 Apostel. So spricht er von
der Spontanität, aber auch der Selbstüberschätzung des Petrus, den Zweifeln des Thomas, der dunklen Seite des Judas und der schwärmerischen des Johannes. Aber auch bei anderen biblischen Figuren verwebt er theologische Tiefe mit aktuellen Themen, wie bei der Frau am Jakobsbrunnen, der blutflüssigen Frau, bei Maria und Josef. Es geht ihm dabei vor allem um allgemeine menschliche Wesenszüge und Eigenschaften, wie Freiheit, Versuchung, Jähzorn, Karrieredenken, Freundschaft, Mut, Leidenschaft und Großzügigkeit. Der Text ist dabei weniger romanhaft, sondern er liest sich eher wie ein Kommentar, eine Auslegung der Stellen, die oft auch mit der Fundstelle angegeben sind. Einzelne Gedichte zeigen den Liedermacher hinter dem Werk. So ist das Buch zwar kein Roman, aber eine gut lesbare und aktuelle Auslegung zahlreicher Geschichten aus der Bibel. – Lesern empfohlen, die tiefer in die Aussagen des Neuen Testamentes eindringen möchten.
Michael Mücke
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Im Kreis der 12
Clemens Bittlinger
Herder (2025)
192 Seiten
fest geb.