Wer's glaubt, wird selig
Ein zwanzigjähriger junger Erwachsener spricht mit seinem Vater über die wesentlichen Dinge des Lebens, über seinen Sinn, über Glück und Glauben. Was vermutlich in sehr vielen Familien auch vorkommt, gewinnt hier allerdings eine besondere Dimension,
da der Vater als Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern doch eine sowohl prominente als auch in Glaubensangelegenheiten auch sehr kompetente Persönlichkeit ist. Und obwohl dies so ist, besteht das Buch nicht aus einem Fragenkatalog des Sohnes, den der Vater "abarbeitet", sondern zeichnet Gespräche nach, die über manche Strecken wirkliche Dialoge sind. Sehr persönlich kommen auch strittige Ansichten über theologische Themen zur Sprache, gehen auch oft in die Tiefe - wobei ein etwas belehrender Ton dann doch auch manchmal spürbar wird. Doch insgesamt behandelt das Buch in acht Kapiteln in gut lesbarer Sprache die essentiellen Fragen des Christseins, freilich in evangelischer Prägung, wobei das Verbindende, Überkonfessionelle doch einen beherrschenden Raum einnimmt. Nicht nur für junge Menschen empfehlenswert!
Susanne Elsner
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Wer's glaubt, wird selig
Heinrich und Jonas Bedford-Strohm
Kreuz (2013)
191 S.
fest geb.