Lieber Gott, ich sag dir was!
Wie geht Beten mit Kindern? Ohne Hinführung, Nachwort oder sonstige theoretische Worte kommt dieses Buch aus. Es werden stattdessen kleine Geschichten aus dem Alltag eines (Kindergarten-)Kindes erzählt: wie froh es ist, einen guten Freund zu haben;
welche Not die Streitereien der Eltern auslösen; wie es sich anfühlt, wider besseren Wissens einer Versuchung nachzugeben. Das Besondere an diesen kurzen Szenen ist ihr Ende: In kindgerechter Sprache wird ein Gebet formuliert, wie es spontan aus der jeweiligen Situation entstehen könnte. Den drei großen Themenblöcken Dank - Gefühle - Nöte sind farbig abgesetzte Doppelseiten zu Morgen-, Tisch- und Abendgebeten zugeordnet. - Die Idee und ihre Umsetzung sind hervorragend gelungen. Als einzigen Kritikpunkt kann man anführen, dass Gott immer als der große Macher dargestellt wird (- und was macht das mit dem Glauben, wenn Gott es eben nicht so "macht", wie man es erbittet?), aber das entspricht ja durchaus der kindlichen Sichtweise. - Ein sehr empfehlenswertes Gebetbuch für Familien.
Astrid Frey
rezensiert für den Borromäusverein.
Lieber Gott, ich sag dir was!
Christine Merz ; Heike Vogel
Herder (2011)
57 S. : zahlr. Ill. (farb.)
fest geb.
Borromäus-Altersempfehlung: ab 6
Auszeichnung: Religiöses Kinderbuch des Monats