Töchterland
Ihren Anfang nahm die Geschichte mit der Großmutter Elisabeth, die sich in einen afghanischen Studenten verliebt hatte und ihm nach Jahren des Wartens auf abenteuerliche Weise ins unbekannte Land der Träume folgte. Doch die Träume zerplatzten schnell
- der Mann wurde bald nach Geburt der Tochter Mariam verhaftet und Elisabeth selbst unter Hausarrest gestellt. Nach Jahren konnte sie zwar nach Deutschland zurückkehren, doch dort herrschte Krieg. Zurück in Afghanistan heiratet Mariam als Zweitfrau den Sohn einer angesehenen Familie und ihr ist ein luxuriöses Leben vergönnt. Doch mit dem Sturz des Königs fallen die alten noblen Familien in Ungnade, der Vater wird verhaftet, und wieder muss die Familie nach Deutschland fliehen. - Diana Nasher lässt in ihren Erinnerungen die einstige Blüte des seit langem umkämpften Landes auferstehen und lässt erahnen, wie es dort wieder sein könnte, wenn Frieden möglich wäre. Lesenswert und breit empfohlen.
Martina Häusler
rezensiert für den Borromäusverein.
Töchterland
Diana Nasher
Heyne (2011)
302, [16] S. : Ill., Kt.
fest geb.