Die Schwestern
Norwegen ist seit 1940 von Deutschen besetzt. Johanne, die ältere Tochter, und Rosa, die jüngere Schwester, werden aufgrund ihrer Sprachkenntnisse und Bildung von einer britisch-norwegischen Widerstandsbewegung (COE) angeheuert. Vor allem Johanne
ist bald in gefährliche Aktionen involviert, in deren Verlauf sie auch tötet. Durch ihre Kaltblütigkeit wird sie bald mit der Planung und Leitung betraut. Die Aktionen werden zumeist von Schweden aus initiiert. Rosa Lauritzen hat Zugang zu brisanten Informationen über das Verhältnis Schweden-Deutschland, was für die COE gelegentlich sehr hilfreich ist. Johanne organisiert immer wieder Fluchtrouten für aufgeflogene Agenten. Und dann gilt es auch für die Rettung norwegischer Juden zu sorgen. - Dies ist nun schon der fünfte Band in der Reihe der Geschichten über die Familie Lauritzen (zuletzt: BP/mp 16/11). Gelegentlich ist die Kenntnis der bisherigen Romane schon hilfreich für das Verständnis, aber nicht unbedingt erforderlich. Der Autor schreibt wie gewohnt flüssig, ohne literarisch besonders zu beeindrucken. Das Buch ist spannend und bemerkenswert aufschlussreich. Kann für alle Büchereien empfohlen werden. (Übers.: Lotta Rüegger und Holger Wolandt)
Erwin Wieser
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Die Schwestern
Jan Guillou
Heyne (2016)
509 S.
fest geb.