Die Republik

Friso de Vos erfährt während eines Aufenthalts in Chile vom plötzlichen Tod seines Freundes und Mentors Josip Brik. Der Historiker und Begründer der Hitlerstudien hat regelmäßig für Frisos akademische Zeitschrift "Der Schlafwandler" geschrieben. Die Republik Beim Recherchieren von Nachrufen stößt Friso auf eine Sendung, in der der Student Philip de Vries interviewt wurde. Warum ist ein Student der erste, der Auskunft über Brik gibt, und nicht er selbst, fragt sich Friso. Dann wird er zu einer Podiumsdiskussion mit diesem Philip de Vries auf dem Historikerkongress in Wien eingeladen. Dort wird er im Hotel beim Einchecken ("Vos, De, Friso") von einer aufreizenden Schönheit mit de Vries verwechselt - und lässt es so stehen. - Wenn man als Leser noch den Namen des Autors in Betracht zieht, befindet man sich mitten in einem Verwirrspiel um Identitäten, das auch innerhalb des Romans immer wieder thematisiert wird. Querverweise zu Popkultur und Hitlerstudien, Verschwörungstheorien in ironischer Brechung und die Vermischung von Fakten und Fiktionen erinnern stark an Thomas Pynchon. - Eine intelligente Gesellschaftssatire für Leser, die an einem postmodernen Puzzlespiel Gefallen finden. (Übers.: Martina den Hertog-Vogt)

Karin Blank

Karin Blank

rezensiert für den Borromäusverein.

Die Republik

Die Republik

Joost de Vries
Heyne (2016)

299 S.
fest geb.

MedienNr.: 829209
ISBN 978-3-453-27079-4
9783453270794
ca. 19,99 € Preis ohne Gewähr
Systematik: SL
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