Das Leben geht weiter
Johnson wurde 1947 als John Wilkinson auf Canvey Island geboren, einer Insel in der Themsemündung. Früh träumte er davon, Musiker zu werden, studierte aber zunächst Englische Literatur in Newcastle und arbeitete schließlich als Lehrer. Johnson
schildert ausführlich seine Herkunft aus einfachen Verhältnissen und seine Politisierung in den 1960er Jahren. Auch eine Reise durch Indien und Nepal, die nicht selten im Drogenrausch erlebt wurde, durfte damals natürlich nicht fehlen. Später tat Johnson sich mit Freunden aus seiner Jugendzeit zu einer Band zusammen: 'Dr. Feelgood' war geboren. Plattenaufnahmen für United Artists folgten sowie Auftritte in ganz Europa. Ausführlich geht Johnson auch auf die Umstände ein, die 1977 zu seinem Rauswurf aus der Band führten. Danach verdiente er seinen Lebensunterhalt mit Solo-Auftritten und als Mitglied der 'Blockheads'. 2012 wurde bei ihm Krebs diagnostiziert und er rechnete fest damit, zu sterben. Heute ist Johnson geheilt. - Das Buch erzählt knapp und pointiert die Geschichte eines Musiker, der zwischen Erfolgen und Niederlagen immer einen Weg gesucht hat, die Art Musik zu machen, an die er geglaubt hat.
Walter Brunhuber
rezensiert für den Borromäusverein.
Das Leben geht weiter
Wilko Johnson
Heyne (2017)
252,[8] S. : Ill.
fest geb.