Lotta Mardermädchen
Wolfgang Schreil sah sich aus gesundheitlichen Gründen gezwungen, seinen Beruf als Automechaniker und Kraftsportler aufzugeben. Sein Anblick heute bietet das Bild eines Aussteigers, doch hinter der imposanten Erscheinung verbirgt sich ein sensibler
Mann mit Respekt gegenüber allen Lebewesen. Die Steinmarderwaise Lotta, ein Wildtier, erwidert seine Zuneigung. Dies ist ein unglaublich seltenes Geschehen. Zur Freude seiner Leserschaft hat der "Woid Woife" aus dem Bayerwald (bekannt durch seine vier Bücher, Naturfotos, Filme, Führungen und Vorträge) daraus eine romantische Erzählung geschaffen und 48 Seiten Farbteil mit eigenen faszinierenden Fotos hinzugefügt. Lotta unterscheidet sich wesentlich von den Artgenossen, weil sie Woifes Nähe sucht und so durch große Zuneigung auf beiden Seiten eine außergewöhnliche Freundschaft wächst. Gemeinsam erkunden die beiden den Wald. Lotta spaziert ganz selbstverständlich in seinen Bauwagen. Vermutlich wächst eine derartige Innigkeit zwischen Woife und einem Wildtier erstmalig und einzigartig. Die traurige Trennung nach einem Jahr erzwingt die Natur. – Der Autor schildert sein unbändiges Staunen und unendliche Dankbarkeit auf anrührende Weise. Er gewährt der Leserschaft einzigartige, tiefe Einblicke über noch niemals beobachtete und beschriebene Verhaltensweisen von Mardern. Seine Erzählweise ist faszinierend, interessant und spannend. Empfohlen für alle Bestände.
Gudrun Schüler
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Lotta Mardermädchen
Wolfgang Schreil "Woid Woife" ; mit Leo G. Linder
Ludwig (2024)
207, [48] Seiten : zahlreiche Illustrationen (überwiegend farbig)
fest geb.