Der Klang des Todes
Vier Frauen bilden ein Streichquartett und sollen neue Stücke einspielen. Das Tonstudio befindet sich auf einer privaten Schäreninsel vor Stockholm. Die Geigerin Louise verletzt sich zur Unzeit an der Hand und so bittet sie ihren langjährigen Freund,
den weltbekannten Raoul Liebeskind, für sie einzuspringen. Die emotionalen Verstrickungen sorgen für eine angespannte Atmosphäre auf der Insel. Anna war vor vielen Jahren mit Raoul verlobt, Helena hatte eine Affäre mit ihm und die vierte im Bunde, Caroline, lehnt Raoul eigentlich ab. Die Kommissarin Ebba Schröder erhält ausgerechnet in der Oper einen dienstlichen Anruf: Raoul Liebeskind ist tot. Sie versucht das komplizierte Beziehungsgeflecht zu entwirren und durch das Dickicht echter und falscher Gefühle den Tod des attraktiven Don Juan aufzuklären. - Die Passagen, die sich mit der Musik beschäftigen, sind der Autorin, die selbst als Dirigentin gearbeitet hat, gut gelungen und werden musikinteressierten Lesern sicher gefallen. Die Protagonisten hingegen sind vielleicht etwas zu extrem in ihren Gefühlen geschildert, als dass sie noch realistisch erscheinen. Als ungewöhnliche Bestandsergänzung dennoch gut möglich. (Übers.: Lotta Rüegger, Holger Wolandt)
Marion Sedelmayer
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Klang des Todes
Carin Bartosch Edström
Diana-Verl. (2012)
621 S.
fest geb.