Wo das Glück wohnt
Andrea Fellows ist entsetzt, als sie vom Unfalltod ihrer Eltern Tom und Laura erfährt. Sie wuchs in einer wahren Idylle auf, war wohlbehütet und wurde geliebt. Im Alter von elf Jahren zeichnete sie einen Familienstammbaum, der eingerahmt wurde und
einen Ehrenplatz erhielt. In den Tagen und Wochen nach dem Tod ihrer Eltern wird jedoch die Gewissheit größer, dass der Stammbaum vollkommen falsch ist. Ihre Mutter Laura errichtete ein Lügenkonstrukt um sich und ihre Familie. Andrea tastet sich in Unterhaltungen mit ihrem Onkel Pete, ihrer Tante Faye und ihrer Nachbarin Lydia langsam zur Wahrheit vor. Es stellt sich heraus, dass die scheinbar demente Großmutter mit der Behauptung, dass Andrea noch einen Bruder haben muss, richtig liegt. Irgendwann entdeckt sie, warum sie ihrer Tante Faye viel mehr ähnelt, als ihrer Mutter. Sie stellt zudem fest, dass ihr Onkel Pete nicht nur der beste Freund ihres Vaters war, sondern dass das Verhältnis zu ihrer Mutter sehr viel enger war, als sie je gedacht hätte. Und der etwas phlegmatische Kevin aus der Nachbarschaft sorgt für eine Überraschung. Die Autorin beweist mit ihrem gelungenen Debütroman großes Einfühlungsvermögen in verschiedenste Charaktere. Ein schöner unterhaltsamer Roman, der überall eingesetzt werden kann. (Übers.: Stefanie Fahrner)
Birgit Fromme
rezensiert für den Borromäusverein.
Wo das Glück wohnt
Jane Davis
Diana-Verl. (2011)
Diana ; 40790
398 S. : Ill.
kt.