Das Licht an dunklen Tagen
Amalia ist acht Monate alt, als Schlaganfälle ihr Gehirn irreparabel schädigen. Fast minutiös beschreibt die Mutter den Krankheitsverlauf mit den diversen Untersuchungen im Krankenhaus, den Weg durch die Kinder-Intensiv-Pflege-, Säuglings- und
Palliativstation und ihre stressige Pflege nach der Entlassung bis zum Tod des Mädchens mit anderthalb Jahren. Unterstützt von ihrem Mann und zahlreichen Freunden und Freundinnen erzählt sie mit unglaublicher Offenheit von ihrem persönlichen Umgang mit dem Schicksalsschlag, von der psychischen Belastung, den Phasen der Hoffnung und Enttäuschung und ihrer Fähigkeit durchzuhalten. Aus ihrer tiefgreifenden Erfahrung heraus gibt sie Betroffenen Tipps für den Umgang mit ungefragten Reaktionen, für die Bewältigung furchtbarer Nachrichten, für die persönliche Einstellung und für Hilfen bei einem Pflegefall. – Diese intensive Krankheitsgeschichte geht unter die Haut und lässt niemanden kalt.
Helmut Eggl
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Das Licht an dunklen Tagen
Julia Dettmer
Wilhelm Heyne Verlag (2025)
255 Seiten
kt.