Stille Nacht im Schnee
Wie seit 35 Jahren wollen auch in diesem Jahr Pascal und Elisabeth mit ihrer inzwischen größer gewordenen Familie in ihrem Chalet in den Schweizer Bergen Weihnachten feiern. Die Kinder Christoph, Cord und Cleo werden mit Anhang erwartet und treffen,
behindert durch den starken Schneefall, verzögert ein. Christoph mit seiner unfreundlichen Frau Gesine und dem ungezogenen fünfjährigen Mats samt Hamster Willi kommen zuerst an. Cord steigt einige Zeit später mit seinen zwei kleinen Mädchen aus dem Auto. Auf die Frage, wo die Mutter Sylvie sei, ist nur zu erfahren, dass sie zuhause geblieben ist. Pascal und Elisabeth befürchten eine Beziehungskrise. Schließlich kommt auch Cleo mit ihrem neuen Freund und einem riesigen Hund an und die Runde ist komplett. Doch keineswegs wird es ein friedvoller Heiligabend. Toleranz ist gefragt, wenn die Familienmitglieder mit all ihren Marotten und unterschiedlichen Ansichten auf engem Raum zusammentreffen. Trotzdem lässt das Chaos nicht lange auf sich warten. Mats verliert vermeintlich die Autoschlüssel von Christoph im Tiefschnee beim Schlittenfahren, der Fonduekäse brennt an, dann ist auch noch der Hamster verschwunden und Cleos Hund steht im Verdacht, ihn gefressen zu haben. Am Ende des aufregenden Abends gibt es einige unerwartete, alles verändernde Ankündigungen. Humorvoll und lebensnah mit fein gezeichneten Charakteren erzählt der Roman von einem turbulenten Heiligabend mit überraschendem Ende. Eine herrliche Lektüre für die kalte Jahreszeit.
Gabriele Berberich
rezensiert für den Borromäusverein.
Stille Nacht im Schnee
Alexander Oetker
Atlantik (2023)
153 Seiten
fest geb.