Ich fliege über dunkle Täler oder Etwas fehlt immer
Er lebt nach dem Motto "Mit jedem Moment am Leben stiehlt man dem Tod einen Augenblick" und lässt sich selbst in schweren Zeiten von einem Traum in seiner Kindheit leiten: Gejagt bis zur Spitze eines Berges, wagt er den Sprung, denn er weiß, er kann
ja fliegen: Maximilian Schell. Der bekannte Schauspieler und Künstler gibt in diesem Buch einen intimen Einblick in die Höhen, vor allem aber auch Tiefen seines Lebens. Anhand von vielen Autographen, also Dokumente wie Briefe, Bilder und Fotos, erzählt Schell von den Augenblicken, die ihm auf seiner Reise besonders wichtig gewesen sind und besonders stark im Gedächtnis blieben. So finden sich darin etwa Zeichnungen der Lehrer, die ihn besonders prägten, ein Bild eines Schlittens, der ihn an seinen Vater erinnert, aber auch Erinnerungen an Freunde, etwa ein persönlicher Brief von Marlene Dietrich oder Michael Jackson. - Poetisch, aber doch schlicht und verständlich reflektiert hier ein nachdenklicher Mensch über sein facettenreiches Leben und das Sein allgemein und transportiert unwillkürlich eine gewisse Lust am Leben - in jedem Augenblick.
Sonja Schmid
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Ich fliege über dunkle Täler oder Etwas fehlt immer
Maximilian Schell
Hoffmann & Campe (2012)
319 S. : zahlr. Ill.
fest geb.