Der Wörterschmuggler
Bruno Labastide ist ein Charmeur und Lebemann, der kuriose Geschichten sammelt. In Venedig trifft er auf die schöne Japanerin Keiko, die Liebhaber stets nur für eine Nacht empfängt, unter der Bedingung, dass sie ihr schöne Verse oder Geschichten
schenken. Bruno sucht fortan nach der richtigen Geschichte, die seine Angebetete beeindrucken würde. Ist es die Geschichte von dem Jungen, der aus Liebe Wörter schmuggelt, die Geschichte vom Traumjäger, der geheime Wünsche erfüllt oder die Geschichte vom Pianisten, der sich nur ein einziges Mal in seinem Leben verspielt hat? Die Entscheidung fällt ihm schwer, denn alle Geschichten erzählen von der Kraft der Liebe und der Sprache. - Selten gelingt es Autoren, so wunderschön verschiedene Handlungsstränge und Geschichten in einem Buch zu einem Ganzen zusammenzuführen, ohne dass der Leser am Ende etwas vermissen würde. Jede einzelne Geschichte darf aber trotzdem für sich erstrahlen. Ein wirklich zauberhaftes Buch! (Übers.: Marianne Gareis)
Stefanie Simon
rezensiert für den Sankt Michaelsbund.
Der Wörterschmuggler
Natalio Grueso
Atlantik (2015)
251 S.
fest geb.